Es gibt zahlreiche Menschen, die Angst haben Fehler zu machen[1] und nach Martin Antony, Ph.D, Professor der Psychologie an der Ryerson Universität und Autor von „When Perfect Isn’t Good Enough“, sind unsere Ängste von unserer genetischen und biologischen Konstitution sowie unseren Erfahrungen beeinflusst.

Diese Ängste kennen auch viele Englischlerner, denen es unangenehm ist vor anderen zu sprechen, da sie zu besorgt sind Fehler zu machen. Doch jeder weiß, dass die Sprachkompetenz und das Ergebnis einer nahezu fehlerfreien Grammatik und Aussprache nur durch Sprachübung erreichbar ist. Die Sprachverweigerung ist lediglich kontraproduktiv für das Sprachenlernen.

  1. Aus Fehler lernen

Fehler zu machen ist natürlich, und ein ebenso natürlicher Prozess des Lernens, und Fehler sind nur schlimm, wenn man nicht aus ihnen lernt. Es spielt keine Rolle, ob das Vokabular eventuell begrenzt, die Aussprache nicht hundertprozentig richtig und die Grammatik nicht perfekt ist. Wichtig ist es nur, dass man so oft wie möglich Sprechgelegenheiten schafft und dabei Muttersprachlern zuhört, um typische Satzstrukturen und Redewendungen zu erkennen. Lernen Sie von ihnen, aber vergleichen Sie sich keinesfalls[2] mit ihnen. Denn so hört man eigene Fehler heraus und kann diese verbessern. Hat man einen Sprachtandempartner oder kennt man seinen Sprachpartner besser, kann man ihn/sie freundlich darum bieten einen auf die Fehler hinzuweisen. Die meisten Muttersprachler helfen Sprachlernern [3] bei grammatikalischen Fragen gerne weiter, solange der natürliche Kommunikationsfluss nicht unermesslich gestört wird.

  1. Körpersprache ändern

Seien Sie selbstbewusst und richten Sie ihren Körper beim Sprechen auf. Verkrümmen Sie nicht Ihren Oberkörper und nuscheln Sie keinesfalls. Dies irritiert Ihr Gegenüber lediglich und lässt Ihren Gesprächspartner eventuell das Interesse und die Aufmerksamkeit verlieren, was Sie nur mehr verunsichert. Nach Ivan Ottinger ist es ratsam eine selbstbewusste Haltung[4] einzunehmen sowie klar und deutlich mit aufgerichtetem Oberkörper zu sprechen – Brust raus, Schultern nach hinten, Kopf aufgerichtet. Zum Thema wie unsere Körperhaltung das Gesagte übermittelt, gibt es einen interessanten TED Talk von Amy Cuddy: Your body language shapes who you are[5].

  1. Kommunikation – so viel mehr als nur Worte!

 Denken Sie daran, dass Kommunikation so viel mehr als nur Worte[6] ist, denn ein Großteil unserer Kommunikation wird über Körperhaltung, Mimik und Gestik übermittelt. Selbst wenn man nicht die richtigen Worte findet, und absolut professionell klingen mag, so ist ein fröhlicher Gesichtsausdruck und eine freundliche Intonation der Worte wesentlich wichtiger für eine gelungene Kommunikation. Seien Sie nicht frech, überheblich oder arrogant, sondern lächeln Sie und bleiben Sie stets freundlich! Selbst wenn sie einmal nicht die passenden Worte wählen, wird ihr Gegenüber Verständnis dafür haben. Behalten Sie also stets im Hinterkopf, dass Muttersprachler mehr in ihrem Gespräch sehen als Worte, dabei geht es vor allem um Ihre positiven Emotionen (Begeisterung, Freude, positive Ausstrahlung).

  1. Den Fokus ändern

Im Englischen gibt es eine Redewendung „Fake it ’till you make it [7]“. Kurz gesagt bedeutet das einfach, dass Sie vortäuschen, es gut genug zu können, um sich sicherer zu fühlen. Irgendwann wird die gefälschte Selbstsicherheit in wirklich professionelles Selbstbewusstsein übergehen.
Denken Sie nicht darüber nach, welche Fehler Sie machen könnten, sondern drehen Sie einmal den Spieß um und seien Sie davon überzeugt, eine grandiose Unterhaltung zu haben. Konzentrieren Sie sich auf das Kommunikationsziel, die positiven Emotionen während der Unterhaltung haben Sie Freude an der Unterhaltung mit einem anderen Menschen!

Lassen Sie sich nicht von Ihrem Perfektionismus und Ihrer Angst[8] daran hindern, Englisch zu lernen und durch die Weltsprache mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, denn die Mühe lohnt sich!

 


[1] Tartakovsky, Margarita: Overcoming the fear of making mistakes. In: PsychCenter. Stand: 17. Juli 2016. http://psychcentral.com/lib/overcoming-the-fear-of-making-mistakes/ (abgerufen am 09. September 2016).

[2] Ottinger, Ivan: „How to overcome the anxiety of speaking a foreign language?“. In: English the smart way. Stand: n. a. http://englishthesmartway.com/content/how-overcome-anxiety-speaking-foreign-language (abgerufen am 09. September 2016).

[3] Q Language: „Don’t be afraid of making mistakes when learning English – Mistakes are GOOD!“. In: QLanguage. Stand: 28. Juni 2013. http://www.qlanguage.com.hk/dont-be-afraid-of-making-mistakes-when-learning-english/ (abgerufen am 09. September 2016).

[4] Ottinger, Ivan: „Fear of making mistakes | Anxiety of speaking a foreign language | My story?“. In: English the smart way. Stand: n. a. http://englishthesmartway.com/content/etsw-2-fear-making-mistakes-anxiety-speaking-foreign-language-my-story (abgerufen am 09. September 2016).

[5] Cuddy, Amy: „Your body language shapes who you are“. In: TED. Stand: n.a. http://www.ted.com/talks/amy_cuddy_your_body_language_shapes_who_you_are?language=en (abgerufen am 09. September 2016)

[6] Kukurs, Robby: „Conquer your fear of making mistakes when speaking English!“ In: English Harmony. Stand: 27. November 2010. http://englishharmony.com/conquer-fear-of-making-mistakes-when-speaking-english/ (abgerufen am 09. September 2016).

[7] Phrasemix: How to build my English speaking confidence. In: Phrasemix. Stand: n.a. http://www.phrasemix.com/answers/how-do-i-build-my-english-speaking-confidence (abgerufen am 09. September 2016)

[8] Tache, Oceane: „10 Schritte zur Bewältigung Ihrer Angst beim Sprechen einer Fremdsprache“. In: ESL Blog. Stand: 30. Januar 2015. http://blog.esl.de/blog/sprachen-lernen/angst-fuerchten-sprechen-fremdsprache/ (abgerufen am 09. September 2016).

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